Ethanol bestimmt die Richtung


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Die USA erwarten für ihre Agrarbranche in den kommenden zehn Jahren florierendes Wachstum. Es beruht zu einem erheblichen Anteil auf zunehmender Erzeugung von Ethanol. Andere Kulturen haben das Nachsehen, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Nach einer Langfristprognose des Landwirtschaftsministeriums USDA wird auch künftig Mais die Agrarmärkte dominieren. Das USDA schätzt, dass in den Staaten schon in wenigen Jahren die Verwendung von Mais für die Ethanolherstellung von heute 55 Mio. t auf über 100 Mio. t anwachsen und sich anschließend auf diesem Niveau einpendeln wird. Dafür muss die Maisfläche in den USA kräftig ausgedehnt werden. Das Ministerium erwartet innerhalb der nächsten drei Jahre eine Zunahme um etwa 10.Prozent, die auf Kosten des Sojaanbaus sowie kleinerer Getreidekulturen wie Sorghum, Gerste und Hafer erfolgen dürfte. Insgesamt werden die USA auf den internationalen Exportmärkten für Mais ihre führende Position halten können. Bei Soja jedoch gehen die vorderen Plätze zunehmend an Brasilien und Argentinien. (db)
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