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Der Ethanolboom in den USA wirkt sich auch auf die Fleischproduzenten und Molkereien sowie den Durumanbau aus. "Die kommenden zwei Jahre werden für die Schweine- und Geflügelbauern sowie die Hersteller von Molkereiprodukten hart", erwartet Landwirtschaftsminister Mike Johanns. Den Fleisch- und Milcherzeugern steht weniger Mais zur Verfütterung zur Verfügung, da dieser in zunehmendem Maße in die Ethanolherstellung fließt, berichtet der amerikanische Internet-Dienst Agriculture Online. Für 2007 prognostizierte das US-Landwirtschaftsministerium ein Flächenplus bei Mais von 15 Prozent. Folglich würden auch die Preise für Fleisch- und Molkereiprodukte steigen.

Darüber hinaus wird durch die Ausweitung der Maisflächen in den USA auch weniger Durumweizen angebaut. In North Dakota, wo rund zwei Drittel des US-amerikanischen Durumweizens erzeugt werden, ist der Lagerbestand an Durum auf den tiefsten Stand seit 1970 gesunken. Da die USA schon in "normalen" Jahren zuwenig Durum für die Marktnachfrage produziert, wird sie mehr Hartweizen, unter anderem aus Kanada, importieren müssen. (kd)

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