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Der Handel mit Warenterminkontrakten in Hannover wird zum 1. Februar offiziell von der RMX AG losgelöst und an die Eucomex AG übertragen. Dafür hat die Börsenaufsicht Hannover grünes Licht gegeben. Für die Nutzer der öffentlich-rechtlichen Börse RMX wird sich nach Aussage von Eucomex-Vorstand Peter Link nichts ändern, weil die Eucomex vor allem einen reibungslosen Weiterbetrieb der Börse sicherstellen will. Noch im Laufe der kommenden Woche will die Eucomex Maßnahmen ausarbeiten, um den laufenden Börsenbetrieb langfristig gewinnbringend zu orientieren. Im Februar soll der Handel deutlich belebt werden.

Die RMX AG, die mehr als zehn Jahre lang die Börse geführt hat, wird nach Informationen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) bereits am Dienstag wegen Überschuldung einen Insolvenzantrag stellen. Bereits im vorigen Jahr hatten die beiden Großaktionäre, das Land Niedersachsen und die Versicherungsgesellschaft Hannover, signalisiert, dass sie nicht vom Geschäftsmodell des Kredithandels (Creparts) überzeugt sind. Wie die HAZ meldet, haben sie versucht, ihre Anteile zu verkaufen. (brs)

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