Die russische Eurochem-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen vorläufigen Umsatz von 4,4 Mrd US-$, verglichen mit 4,5 Mrd. US-$ im Jahr 2015. Das Jahres-Ebitda sank um 30 Prozent auf knapp 1 Mrd. US-$. Eurochem schildert in seinem aktuellen Geschäftsbericht anschaulich, was sich im 4. Quartal 2016 im weltweiten Düngergeschäft abspielte.

Niedrige Düngerpreise übten einen enormen Druck auf die Marktteilnehmer aus. Hinzu kamen Währungseinflüsse, die nochmals die Erlöse senkten. Allerdings konnte Eurochem von Oktober bis Dezember 2016 seinen Düngerabsatz um 16 Prozent auf 3,3 Mio. t Ware steigern.

Für das Gesamtjahr nennt Eurochem eine Verkaufsmenge von rund 13,6 (Vorjahr: 11,4) Mio. t Ware. Das Unternehmen mit Sitz in Moskau expandierte in den USA und in Brasilien und erzielte mit Handelsprodukten, die das Sortiment ergänzen, große Zuwächse. In Deutschland hat die Eurochem Agrar GmbH ihren Sitz in Mannheim. Eurochem produziert und vermarktet Stickstoff- und Phosphatdünger und hat des Weiteren Produkte von Drittanbietern im Programm.

"Durch den Ausbau unserer Distributionsmöglichkeiten und einer robusten Logistik konnten wir eine erhebliche Menge zusätzlicher Produkte kanalisieren", sagte Dmitry Strezhnev. Der CEO von Eurochem kündigte noch für dieses Jahr den Beginn der neuen Kali-Operationen an. Dann will Eurochem als Komplettanbieter weltweit auftreten. (da)
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