Eurochem reduziert Anteile an K+S


Die russische Eurochem verringert den Aktienbesitz an der K+S AG, Kassel. Damit erhöht sich der Streubesitz der K+S-Aktien auf 90 Prozent. Der russische Düngerhersteller Eurochem hat seinen Aktienanteil an K+S von 8,07 auf 1 Prozent deutlich reduziert. Der Milliardär Andrey Melnichenko hält 90 Prozent an Eurochen. Mit dem Verkauf der Anteile könnte es zu einer mögliche Übernahme der Vertriebstochter K+S Nitrogen GmbH, Mannheim, durch Eurochem kommen. Vor Kurzem bekundetet der K+S-Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner, dass sich K+S künftig mehr auf die beiden Kerngeschäfte Kali und Salz konzentrieren möchte. K+S Nitrogen hat noch bis 2014 das Vertriebsrecht für die Stickstoff-Düngemittel aus der BASF-Produktion. Eurochem und BASF stehen kurz vor Abschluss der Verhandlungen über den Verkauf der Produktionsanlagen in Antwerpen. Eurochem hatte vorgeschlagen, K+S Nitrogen im Tausch von K+S-Aktien zu übernehmen. 

Nach dem Rückzug der beiden Großaktionäre BASF und Eurochem von K+S beläuft sich der Streubesitz der Aktien von K+S auf nunmehr 90 Prozent. Damit rückt K+S ins Visier von möglichen Übernahmekandidaten. Meldungen zufolge ist das britisch-australische Minenunternehmen BHP Billiton an einer Übernahme von K+S interessiert. Das Unternehmen will sein Portfolio ausweiten und wäre am Kaligeschäft von K+S interessiert. Ende 2010 ist BHP an einer Übernahme des kanadischen Kaliproduzenten Potash Corporation of Saskatchewan gescheitert. (da) 
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