Eurochem sichert sich Hafenlogistik

Der russische Chemiekonzern Eurochem beteiligt sich am Handelshafen in Murmansk. Das Unternehmen ist auch in der deutschen Düngemittelbranche aktiv.

Das russische Kartellamt hat im Dezember die Übernahme von 49,99 Prozent der Anteile am Handelshafen Murmansk durch Eurochem genehmigt, berichtet die Agentur Ria Novosti. Damit hat der Konzern weitere Möglichkeiten für Rohstoffexporte.

Eurochem zählt zu den drei größten europäischen Mineraldüngerproduzenten Europas. In diesem Jahr hat das russische Unternehmen die Vertriebsorganisation für Stickstoffdünger, K+S Nitrogen GmbH, Mannheim, von der Kasseler K+S AG übernommen. Zuvor hatte Eurochem bereits von der BASF SE, Ludwigshafen, die Düngemittel-Aktivitäten in Antwerpen gekauft.

Zur Eurochem-Holding gehören in Russland Werke zur Herstellung von Stickstoffdüngern sowie Abbaustätten für Kali und Phosphor. Im Gebiet Murmansk betreibt der Konzern ein Bergbaukombinat. Die Hafenstadt Murmansk liegt auf der russischen Halbinsel Kola nördlich des Polarkreises. Auslöser des Golfstroms sichern einen auch im Winter weitgehend eisfreien Hafen. (db)
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