Düngemittel

Eurochem tritt souverän auf


In den letzten Monaten des Jahres 2014 kann Eurochem richtig aufholen. Der Absatz sowie günstige Produktionskosten verhindern Schlimmeres. Im Geschäftsjahr erwirtschaftet der russische Düngerproduzent Eurochem Group AG mit Sitz in Zug in der Schweiz einen Umsatz in Höhe von rund 1 Mrd. US-$, etwa 8 Prozent weniger als 2014. Der Bruttogewinn bleibt mit 2 Mrd. US-$ exakt auf Vorjahreshöhe.

Eurochem-CEO Dmitry Strezhnev hebt bei der Präsentation der Jahreszahlen die gute Verfügbarkeit von Rohstoffen hervor. Zudem verbillige der schwache Rubel den Erdgaspreis, sodass die russischen Werke sehr kostengünstig Stickstoffdünger und Ammoniak produzieren können. Damit sei die Wettbewerbsfähigkeit von Eurochem so gut wie noch nie.

Die Verkäufe von Stickstoffdüngmitteln stiegen auf 112 Mio. t. Ein niedriger Exportzoll für chinesischen Harnstoff sowie Versorgungsengpässe von Erdgas in den für den Weltmarkt wichtigen Produktionsländern Trinidad,  Nordafrikas und der Ukraine führten schlussendlich zu einer Erholung des Harnstoffpreises von durchschnittlich 318 US-$, rund 7 Prozent weniger als im Vorjahr. 


Rückgänge verzeichnete Eurochem bei Phosphatdüngern. Hier schlug eine verhaltene Nachfrage in Europa, Nordamerika sowie Südostasien durch. Indien bleibt der weltweit größte Abnehmer von Diammoniumphosphat und China der weltweit bedeutendste Exporteur von Phosphat. Zu den besten Kunden im globalen Kaligeschäft zählten im Jahr 2014 China und Indien. Weltweit stieg die Kaliproduktion auf 61 Mio. t. 

Neue Kaliminen


Von großen Fortschritten berichtet Eurochem beim Aufbau der zwei neuen Kaliminen in den Regionen Wolgograd und Perm. (da)
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