Neuer Kontrakt

Euronext setzt auf Zucker


Mit dem neuen Kontrakt will die Euronext die gesamte europäische Zuckerwirtschaft ansprechen, teilte die Börse am Dienstag in Paris mit. Als Starttermin für den Future nennt die Börse den Herbst 2016, allerdings müssen bis dahin noch die Kartellbehörden zustimmen. Die Zuckerwirtschaft solle mit Blick auf das Ende der EU-Zuckermarktordnung am 30. September 2017 die Möglichkeit bekommen, Preisrisiken abzusichern und künftige Preisentwicklungen abzuschätzen, begründet die Euronext ihren Start in den Zuckermarkt.

Die Börse zeigt sich zuversichtlich, dass das Preisabsicherungsinstrument in der Branche auf breite Resonanz stößt. „Diese einschneidende Reform in der EU-Agrarpolitik folgt entsprechenden Veränderungen in der Marktpolitik bei Ölsaaten, Getreide und Milch in den vergangenen zwei Jahrzehnten. Alle diese Reformen haben einen Bedarf an Preisabsicherungsinstrumenten mit sich gebracht“, heißt es dazu aus Paris. Die EU-Zuckerwirtschaft würde folglich auch ein Instrument an die Hand bekommen, um „ihre Risiken in einem transparenten, standardisierten und liquiden Markt abzusichern.“

„Zuckerrübenerzeuger in der EU erhalten nach der Liberalisierung des Zuckermarkts die Chance, ihre Produktion auszudehnen. Die EU wird in der Folge Nettoexporteur für Zucker werden und alle Beteiligten an der Wertschöpfungskette brauchen daher die Möglichkeit, ihre Preisrisiken abzusichern“, sagt Michel Portier, Chef des französischen Analystenhauses Agritel. Portier geht davon aus, dass der neue Zucker-Future vom Markt angenommen wird. (pio)
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