Gentechnik

Europa auf dem Rückzug


Der globale Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO) steigt weiter. Für 2014 hat die internationale Agentur ISAAA eine Fläche von fast 182 Mio. ha ermittelt. Im Vergleich zum Vorjahr sind etwa 4 Prozent hinzugekommen. Der Zuwachs stammt auch aus neuen Kulturen. Mittlerweile sind nicht nur Ackerfrüchte wie Mais, Soja, Raps, Baumwolle oder Zuckerrüben gentechnisch verändert, sondern auch Früchte wie Papaya oder Gemüse wie Auberginen.

Nach wie vor stehen die USA weltweit an der Spitze, was den Anbau von GVO betrifft. Auf rund 73 Mio. ha haben Erzeuger in den Vereinigten Staaten 2013 gentechnisch veränderte (GV-) Feldfrüchte ausgesät. Auf Platz 2 folgt laut den Erhebungen des ISAAA Brasilien mit etwa 42 Mio. ha. Argentinien nimmt mit 24 Mio. ha Rang 3 ein.

In der Europäischen Union, wo die Fläche ohnehin sehr klein ausfällt, ist der Anbau von GVO jetzt auf dem Rückzug. Das ISAAA nennt die umfangreiche Bürokratie als Begründung. Die Fläche ist 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf 143.000 ha gefallen. Im Anbau steht ausschließlich die insektenresistente Maissorte MON810, die noch in Spanien, Portugal, Tschechien, der Slowakei und Rumänien zu finden ist. Die größte Fläche hat zur Ernte 2014 Spanien mit 131.500 ha gestellt. (db)
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