Optimistisch

Europa erfreut Bayer-Agrarsparte

Bayer Crop Science verbucht im 1. Quartal 2015 einen Umsatz von 3,1 Mrd. € und damit ein Plus von rund 7 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Währungsbereinigt weist der Konzern jedoch nur ein Wachstum von 1 Prozent aus. „Trotz eines abgeschwächten Marktumfelds vor allem in Nord- und Südamerika konnten wir bei Crop Protection und Seeds gegenüber dem starken Vorjahresquartal leicht zulegen“, kommentierte der Bayer-Vorstandsvorsitzende Dr. Marijn Dekkers heute die Zahlen.

Deutliche Zuwächse erzielte der Bayer-Teilkonzern in der Region Europa, wo das Geschäft nach Angaben von Dekkers währungsbereinigt um 17 Prozent zulegte. In allen anderen Regionen verzeichnete Crop Science dagegen Einbußen. Nach Produkten nennt der Teilkonzern einen auffallend hohen Umsatzzuwachs von währungsbereinigt 22 Prozent für Fungizide und hier besonders Getreidefungizide. Beizmittel, Insektizide und Herbizide haben dagegen Umsatzrückgänge zu verzeichnen.

Wegen geringerer Absatzmengen sowie gestiegener Aufwendungen für Marketing und Vertrieb verbucht die Bayer-Agrarsparte einen geringeren Gewinn. Der Konzern weist für Crop Science als Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) und Sondereinflüssen im 1. Quartal 2015 einen Betrag von gut 1,0 Mrd. € aus, der damit um 5 Prozent unter dem Ergebnis im Vorjahreszeitraum liegt.

Für das Gesamtjahr 2015 rechnet der Bayer-Vorstandsvorsitzende für Pflanzenschutz und Saatgut mit Wachstum. Währungsbereinigt strebt er eine Steigerung im „unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich“ an. Günstig wirken sich auch die Wechselkursverhältnisse aus, der Umsatzanstieg soll aber ebenfalls auf Marktanteilsgewinnen beruhen. Dekkers nennt für 2015 ein Umsatzziel für die Agrarsparte von etwa 11 Mrd. €. Im Jahr 2014 hat Bayer Crop Science einen Umsatz von 9,5 Mrd. € eingefahren. Der günstige Währungseinfluss soll außerdem den Gewinnbeitrag der Agrarsparte 2015 überproportional beflügeln. (db)


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