"Der saisonale Höhepunkt der Milchanlieferung war dieses Jahr sehr früh", erklärt der Hauptgeschäftsführer des Milchindustrie-Verbands (MIV) Eckhard Heuser. Der gleiche Trend sei europaweit spürbar. Infolge geringerer Milchpreise gingen die Milchanlieferungen in den wichtigen und großen Erzeugerregionen zurück. Im Juni sei das Vorjahresniveau voraussichtlich im Durchschnitt der 28 EU-Länder unterschritten worden, prognostiziert der MIV.


Auch würden die den Interventionsstellen angebotenen Magermilchpulvermengen kleiner werden. Der Verband rechnet mit einem baldigen Ende der Interventionsankäufe. Bei Milchfett sei es bereits zu Engpässen gekommen, die eine Erhöhung der Preise für Butter im Lebensmitteleinzelhandel erforderlich machten. Auch die Notierungen für Käse steigen langsam an. Am Milchmark sei etwas Entspannung in Sicht. (az)
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