Europaabgeordnete stocken Haushaltsmittel auf

Kürzungen im EU-Agrarhaushalt lehnt das Europäische Parlament (EP) ab. Im Gegenteil, die Abgeordneten fordern mehr Mittel aus dem Agrarhaushalt für Erzeugergemeinschaften, für geschädigte Obst- und Gemüseerzeuger sowie für das Schulobstprogramm. Das Europäische Parlament legte am Mittwoch in Straßburg seinen Standpunkt zum EU-Haushalt für das Jahr 2012 vor. Im November wollen sich die Kommission, die EU-Mitgliedstaaten und das Parlament einigen. Für den Gesamthaushalt möchte das EP rund 5 Prozent mehr als im Vorjahr ausgeben. Steigerungen fordern die Europaabgeordneten vor allem für die Forschung, sowie für die Kohäsions- und Strukturfonds.

Bei den Ausgaben für die Landwirtschaft lehnt das EP die von den EU-Mitgliedstaaten geforderten Kürzungen ab und setzt sich dafür für die von der Kommission vorgeschlagenen Zahlen ein. Danach sollen 2012 57,9 Mrd. € für die Landwirtschaft ausgegeben werden, was einer Steigerung von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Von dieser Summe sind 44,1 Mrd. € für die Direktzahlungen und die Marktordnungen vorgesehen und 13,8 Mrd. € für die ländliche Entwicklung, Umwelt und Fisch. Der Ministerrat will den EU-Agrarhaushalt dagegen um rund 780 Mio. € nach unten drücken.(Mö)  
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