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Ähnlich wie die Mitglieder der Europäischen Kommission, sind sich viele Europäer bezüglich ihrer Einschätzung von GVO noch unsicher. Dies ergab eine Eurobarometer-Untersuchung im Auftrag der EU-Kommission, die heute veröffentlicht wurde. Danach können 23 Prozent der Befragten die Behauptung, genetisch veränderte Lebensmittel seien gesundheitsschädlich, weder bejahen noch ablehnen, berichtet Agra Europe London weiter. Allerdings halten mehr als die Hälfte (54 Prozent) gentechnisch veränderte Nahrung für gefährlich. In dieser Gruppe sind laut Eurobarometer Griechen und Zyprioten die kämperischsten Gegner, wogegen in den Niederlanden und Großbritannien nur wenig Sorge umzugehen scheint. Die Studie offenbart aber auch ein Unbehagen, sobald die Fleischerzeugung aus Stammzellen zur Vermeidung von Tierschlachtungen angesprochen wird. Der Umfrage zufolge würden 54 Prozent aller Befragten eine solche Entwicklung niemals befürworten; 18 Prozent dagegen schon, wenn die Praktizierung strengsten Regelungen unterliege. 12 Prozent würden dieser Produktionsweise nur unter außergewöhnlichen Umständen zustimmen, 6 Prozent aber ohne jegliche Einschränkung. Die Spannbreite unumwundener Ablehnung reichte von 88 Prozent in Zypern bis zu 39 Prozent in Spanien. Mehr zu dieser Umfrage unter Eurobarometer-GVO. (Nas)
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