Gestern ist der Startschuss für die europaweite Veranstaltungsreihe zum Thema nachhaltige Energie gefallen. Sie findet seit 2008 jährlich statt. In 40 Ländern sind Aktionen und Veranstaltungen zu den Themen Energieeffizienz und Erneuerbare Energie geplant, in Deutschland beispielsweise in Erfurt, auf Fehmarn und in Hamburg, berichtet die EU-Kommission. „Nachhaltige Energie ist Kern der Strategie Europa 2020 für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung - und sie ist eine wirtschaftliche Chance", so EU-Energiekommissar Günther Oettinger.

Die EU hat das Ziel, bis zum Jahr 2020 20 Prozent ihrer Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Laut neuen Zahlen von Eurostat, dem statistschen Amt der EU, ist der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch in der EU im Jahr 2010 auf 12,4 Prozent angestiegen. Den höchsten Anteil der erneuerbaren Energien hatten Schweden mit fast 48 Prozent sowie Lettland und Finnland mit jeweils über 32 Prozent. Malta (0,4 Prozent), Luxemburg (2,8 Prozent) und das Vereinigte Königreich (3,2 Prozent) sind die Schlusslichter innerhalb der EU. Deutschland, das bis 2020 ein nationales Ziel von 18 Prozent erneuerbaren Energien hat, lag im Jahr 2010 bei 11 Prozent, eine Steigerung um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Europäische Woche für nachhaltige Energie ist eine seit 2008 jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe. (az)
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