Pflanzenschutz

Europageschäft erfreut Adama


Mit rund 867 Mio. US-$ war der Umsatz im 1. Quartal 2015 um 4,7 Prozent niedriger als im gleichen Vorjahreszeitraum, berichtet Adama Agricultural Solutions Ltd., Tel Aviv. Der Rückgang beruht nach Angaben des israelischen Unternehmens, das in US-Dollar bilanziert, auf leicht verringerten Verkaufspreisen und dem negativen Währungseinfluss. Der Mengenabsatz sei dagegen um etwa 2 Prozent gestiegen.

Stark in Deutschland
Der israelische Hersteller Adama Agricultural Solutions Ltd. ist mit einem Umsatz 2014 von 3,2 Mrd. US-$ am globalen Markt siebtgrößter Anbieter von Pflanzenschutzmitteln. Die Deutschland-Zentrale befindet sich in Köln. Hier ist Adama die Nummer 4 am Markt. Adama bedeutet auf Hebräisch Erde und soll den Bezug zum Boden als wichtigstem Element der Landwirtschaft verdeutlichen. (db)
In Europa, wo Adama üblicherweise in den Monaten Januar bis März die höchsten Umsätze erzielt, wirken sich die ungünstigen Währungsverhältnisse im 1. Quartal 2015 mit einem Umsatzrückgang von 2,2 Prozent aus. Bei konstanten Wechselkursen wäre dagegen 3,8 Prozent mehr erlöst worden als im 1. Quartal 2014. Das reale Wachstum führt Adama auf höhere Verkaufsmengen zurück. Mit einem Umsatz von 457 Mio. US-$ trägt Europa gut die Hälfte zum Konzernumsatz bei.

Mit den bisherigen Ergebnissen 2015 zeigt sich die Adama-Führung zufrieden. Das operative Ergebnis ist im 1. Quartal mit rund 126 Mio. US-$ um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gefallen. Unter Berücksichtigung der Finanzkosten und nach Steuern bleiben für Adama ein um 4,4 Prozent niedrigerer Nettogewinn von 94 Mio. US-$.

Der Adama-Vorstandsvorsitzende Chen Lichtenstein verwies auf das „robuste Geschäftsmodell“, das sich gerade auch unter den schwierigeren Rahmenbedingungen bewährt habe. Besonders erwähnte er den Anstieg der Verkaufsmengen und die unveränderten Margen. Denn sowohl das operative Ergebnis als auch der Nettogewinn sind weniger stark gefallen als der Umsatz.

Die Verhandlungen in China, wo Adama den Kauf von vier Pflanzenschutzwerken der China National Agrochemical Corporation (CNAC) plant, gehen nach Aussage des Unternehmens weiter. Das Gleiche gilt bezüglich des im November 2014 angekündigten Börsengangs, für den Adama alle Optionen analysiert. Konkret äußert sich das israelische Unternehmen jedoch nicht. (db)
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