Europaparlament lehnt Auflagen für Geflügelhalter ab

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Schärfere Umweltgesetze für Veredelungsbetriebe hat das Europäische Parlament (EP) weitgehend abgewiesen. Die Mehrheit der Abgeordneten lehnte am heutigen Dienstag in Straßburg einen Vorschlag der EU-Kommission ab, nach dem zusätzliche Betriebe unter die EU-Richtlinie für Industrieemissionen fallen sollen. Das EP möchte es bei den bestehenden Schwellen von 40.000 Plätzen für Geflügel oder 2.000 Schweinemastplätzen belassen, damit nicht noch mehr Stallneubauten mit einem aufwändigen Regelwerk belastet werden. Die Mehrheit der Parlamentarier stoppte zudem einen Vorschlag der Kommission, nach dem die großen Viehhalter, die unter die Richtlinie für Industrieemissionen fallen, Gülle zukünftig nur noch mit Genehmigung ausbringen dürfen. Das EP argumentierte mit der Nitratrichtlinie, in der die Ausbringung von Wirtschaftsdünger schon ausreichend geregelt werde. Jetzt muss sich das EP mit den EU-Mitgliedstaaten verständigen. (Mö)
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