Europaparlament verabschiedet Milchpaket

Mit verschiedenen Maßnahmen sollen Erzeuger bessere Milchpreise auf dem Markt durchsetzen können. Die EU fördert den Zusammenschluss zu Erzeugergemeinschaften. Nach langen Verhandlungen hat das Europäische Parlament das sogenannte „Milchpaket" verabschiedet. Danach dürfen EU-Mitgliedstaaten Verträge vorschreiben. Der am Mittwoch in Straßburg abgestimmte Kompromiss wurde von allen Fraktionen getragen, nur die Grünen lehnten ihn ab. Die Vorschläge für die Milcherzeuger kommen aus der Zeit niedriger Preise in den Jahren 2008 und 2009, die von heftigen Protesten der Landwirte begleitet wurden. Ziel ist eine verbesserte Stellung der Landwirte in der Vermarktungskette. Die EU-Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament einigten sich schließlich auf eine freiwillige Lösung für die Verträge mit den Molkereien. In Deutschland habe der Beschluss kaum Auswirkungen, erklärte der Abgeordnete Albert Deß (CSU). Wichtige Dinge blieben dafür ungeregelt. Deß beklagte zeitlich verzögerte Zahlungen durch den Lebensmittelhandel und Listungsgebühren, die auf den Einkommen der Milcherzeuger lasteten. (Mö)
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