Europaparlamentarier fordern Hilfen für Milchbauern


Die Preise für Milch sinken. Abgeordnete warnen vor einer neuen Krise und erwarten von der EU-Kommission Gegenmaßnahmen. „Bis wir die Erzeuger durch Erzeugergemeinschaften gestärkt haben, gib es kaum noch welche", erklärte Martin Häusling von der Fraktion der Grünen. Er fordert von der Kommission Regeln für den Michmarkt auch nach dem Ausstieg aus dem Quotensystem im Jahr 2015.

Während einer Fragestunde auf der Plenumssitzung des Europaparlaments am Donnerstag in Straßburg warnte Albert Deß (CSU) vor Quotenanhebungen bis 2015. Stattdessen bräuchten die Erzeuger verbindliche Zahlungsziele und ein Ende des ungeordneten Rabattsystems im Handel, betonte Deß.

Britta Reimers (FDP) hält den Preisrückgang für normal, nachdem hohe Preise in den Jahren 2010 und 2011 die Produktion weltweit haben steigen lassen. Der schwache Euro ermögliche Exporte aus der EU, und die Lagerbestände an Käse seien weitgehend geräumt, äußerte sich Reimers optimistisch. Die EU-Kommission hofft indes, dass die Talsohle erreicht ist und sieht Anzeichen für eine Stabilisierung der Milchpreise. (Mö)
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