Licht und Schatten

Europas Landtechnikmarkt schwächelt


Die Hersteller von Agrarmaschinen und Traktoren in Europa können zwar weiterhin auf einen insgesamt robusten Heimatmarkt bauen. Cema, der europäische Dachverband der Landtechnikindustrie, Brüssel, geht für 2013 jedoch von einem Umsatzminus gegenüber dem „Rekordniveau" im Vorjahr aus. Cema schätzt das Marktvolumen aktuell auf insgesamt 24,8 Mrd. €, ein Minus um vier Prozentpunkte.

„Die beiden größten Märkte, Frankreich und Deutschland, spielen dabei eine stabilisierende Schlüsselrolle", so Dr. Ulrich Adam, Generalsekretär von Cema. Er rechnet damit, dass der Anteil dieser beiden Länder am Gesamtmarkt in Europa in diesem Jahr auf 44 Prozent steigen wird. 2012 lag dieser noch bei 42 Prozent.

Der Branchenverband beobachtet, dass die ungünstigen Wetterverhältnisse für den Ackerbau bereits deutliche Spuren auf dem drittgrößten Landtechnikmarkt, Großbritannien, hinterlassen hätten. Die Neuzulassungen von Traktoren dort lagen in den ersten fünf Monaten 2013 den Angaben zufolge um 22 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch für die Erntemaschinen und Anbaugeräte seien die Verkaufszahlen „deutlich" gesunken.

An vierter Stelle hinsichtlich der Marktgröße für Landmaschinen und Traktoren in Europa steht Italien. Die Investitionen des Agrarsektors seien hier über die vergangenen Jahre unterdurchschnittlich ausgefallen.

Der Landtechnikmarkt erreichte 2012 in Italien, Cema zufolge, mit weniger als 2 Mrd. € ein Rekordtief, was hauptsächlich mit fehlender Liquidität und unzureichenden Finanzierungsmöglichkeiten begründet werde.

Immerhin scheine die Talsohle erreicht zu sein. Die zeige sich auch darin, dass die Traktorzulassungen in diesem Jahr bisher nicht weiter zurückgegangen und die Verkaufszahlen für Mähdrescher sogar wieder gestiegen seien. (Sz)
stats