Euroschwäche stützt Getreideausfuhren


Bei steigenden Preisen belebt sich das Geschäft auf dem Weltweizenmarkt. Vor allem französische Händler konnten neue Kontrakte abschließen. Der schwache Euro verbessert die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Exporteure. Algerien habe 300.000 t Mahlweizen gekauft, informierte die EU-Kommission am Donnerstag im Verwaltungsausschuss in Brüssel. Der Preis liege im Durchschnitt bei 275 $/t cif und Händler aus der EU seinen daran beteiligt, erklärte die Kommission, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Ägypten soll 240.000 t Weizen bestellt haben, davon 120.000 t aus Frankreich zu 258,75 $/t fob und einer Frachtrate von 18 bis 20 $/t. Die Ukraine sei ebenfalls an dem Ägyptengeschäft mit 60.000 t zu 259,50 $/t fob und 15 $/t Fracht beteiligt und Russland mit 60.000 t zu 262,90 $/t fob und 14 $/t Fracht. Die Lieferung soll im März erfolgen. Weiterhin soll Israel 30.000 t Futterweizen gekauft haben, Jordanien 100.000 t Mahlweizen und Tunesien 50.000 t Mahlweizen.

Die Exporteure der EU beantragten zwischen dem 4. und dem 10. Januar Ausfuhrlizenzen für 167.000 t Weizen. Von dieser Menge wurden 94.000 t aus Frankreich nachgefragt und 45.000 t aus dem Vereinigten Königreich. Die Weizenpreise sind an den US-Börsen gestiegen. Der soft red winter verteuerte sich zischen dem 22. Dezember und dem 12. Januar um 10 $/t auf 258,20 $/t fob Golf. Der hard red winter zog ebenfalls um knapp 10 $/t an und kostete am 12. Januar 299,80 $/t fob Golf. (Mö)   
stats