Eurostat weist deutlichen Einkommensrückgang aus

Jetzt ist es amtlich: Die landwirtschaftlichen Einkommen sind in der EU um 14,2 Prozent gefallen. Eine erste Schätzung für das Jahr 2009  im Vergleich zum Vorjahr veröffentlichte am heutigen Freitag Eurostat, das Statistische Amt der EU in Luxemburg. Da der Arbeitseinsatz 2009 um 2,2 Prozent zurückgegangen ist, beläuft sich der Einkommensrückgang pro Arbeitskraft auf 12 Prozent. Hauptsächlich sorgten deutlich niedrigere Preise für Getreide und Milch für den Einkommensrückgang. Der Preisrückgang wurde durch rückläufige Kosten für Betriebsmittel etwas abgedämpft. Für Dünge- und Futtermittel mussten Landwirte 14 Prozent weniger als im Vorjahr ausgeben.

Besonders hart hat es die Landwirte in Ungarn, Italien, Luxemburg und Tschechien getroffen, deren Einkommen um ein Viertel gegenüber dem Vorjahr zurückgingen. Für Deutschland weist Eurostat einen Rückgang des Einkommens je Arbeitskraft von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus, für Österreich sind es 20,4 Prozent. Entgegen dem allgemeinen Trend stieg das Einkommen der britischen Landwirte um 14,3 Prozent. (Mö)
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