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Fünf landwirtschaftliche Biogasanlagen, die in Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen stehen, sind auf der Eurotier in Hannover ausgezeichnet worden. Sie überzeugen in technischen sowie betriebs- und arbeitswirtschaftlichen Aspekten, begründet das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) die Entscheidung.

- Die ASUM NawaRo AG, Laimering (Bayern), betreibt eine Trockenfermentationsanlage mit 526 kW elektrischer Leistung mit den Substraten Putenmist und gezielt angebauten Ackerkulturen.
- Die Hortitherm Hinrichsfehn GmbH und Co. KG, Wiesmoor (Niedersachsen), verfügt über eine Trockenfermentationsanlage mit 530 kW in einer Gartenbauregion. Die Substrate stammen aus dem Anbau von nachwachsenden Rohstoffen.
- Alfons und Frank Kisfeld, Vreden (Nordrhein-Westfalen), haben eine Nassfermentationsanlage mit 250 kW erstellt. Als Substrate kommen Schweinegülle und gezielt angebaute Ackerkulturen zum Einsatz.
- Die Lübener Bioenergie, Wittingen (Nordrhein-Westfalen), betreibt eine Nassfermentationsanlage mit 500 kW auf Basis von Schweine- und Rindergülle sowie pflanzlichen Substraten. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsanlage von vier Landwirten.
- Die Raiffeisen-Warengenossenschaft Jameln e.G., Jameln (Niedersachen), hat eine Nassfermentationsanlage mit 950 kW erstellt, die auf Basis Rindergülle und pflanzlicher Rohstoffe läuft. Rund 40 Mitglieder liefern die Substrate.

Der Wettbewerb „Musterlösungen zukunftsorientierter Biogasanlagen“ ist im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV) durchgeführt worden. Insgesamt 62 Betreiber und Planer von landwirtschaftlichen Biogasanlagen hatten sich beim KTBL beworben. An die fünf Gewinner ist jeweils eine Prämie von 2.500 € verliehen worden. Ein KTBL-Heft, das alle fünf Anlagen ausführlich dokumentiert, hat das KTBL für Frühjahr 2009 angekündigt. (ED)

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