Ex-Eigentümer kauft Müller-Brot zurück

Der frühere Eigentümer von Müller-Brot, Klaus Ostendorf,  kauft die insolvente Großbäckerei Stammsitz in Neufahrn bei München zurück. Gemeinsam mit dem bisherigen Finanzgeschäftsführer Stefan Huhn soll er dem Gläubigerausschuss das beste Angebot unterbreitet haben. Interesse an Müller-Brot soll auch die Höflinger Backwaren Vertriebsgesellschaft mbH, München, gezeigt haben. Für die Übernahme durch die Beteiligungsgesellschaft soll Ostendorf allein die bestehenden Verbindlichkeiten der Commerzbank von nahezu 19 Mio. € übernehmen.

Mit dieser Summe ist die Bank im vergangenen Oktober bei Müller-Brot eingestiegen. Ostendorfs langjähriger Geschäftspartner, der Finanzinvestor Michael Phillips, der zuvor noch 40 Prozent an Müller-Brot gehalten hatte, beteiligt sich nun nicht mehr an der Großbäckerei. Nach Auskunft des vorläufigen Insolvenzverwalters Hubert Ampferl, könnten 151 von 230 Filialen erhalten bleiben. Von den etwa 1.100 Beschäftigten werden schätzungsweise 400 von Ostendorf übernommen. Müller-Brot hatte wegen schwerwiegender Hygieneprobleme Mitte Februar beim Amtsgericht Landshut den Antrag auf vorläufige Insolvenz gestellt. Die Großbäckerei zählte zu den wichtigsten Mehlverarbeitern in Bayern mit einem Jahresbedarf von etwa 50.000 bis 60.000 t. (HH)     
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