Expertengruppe soll Handel mit Russland verbessern


Spezialisierte Arbeitsgruppen sollen Zulassung und Überwachung von Exportbetrieben auf Ebene der Bundesländer übernehmen. Dadurch sollen Reibereien im Ausfuhrhandel beseitigt werden.

Das Überwachungssystem für Lebensmittelausfuhren aus Deutschland nach Russland soll effizienter werden. Dies war ein Ergebnis eines Fachgesprächs zwischen den Veterinärdiensten beider Länder am Montag in Berlin, teilt das Bundeslandwirtschtsministerium (BMELV) heute mit. Mit den für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Ländern sei vereinbart worden, eine "Expertengruppe Export" unter Vorsitz des Bundes zu gründen. Dies solle in den nächsten Wochen geschehen.

Hintergrund der Initiative sind Bedenken von russischen Seite gegenüber dem System der Lebensmittelüberwachung in Deutschland. Diese Vorbehalte hatten für verschiedene exportierende Unternehmen zur Folge, dass einzelne Werke in verschiedenen Bundesländern für Exportgeschäfte nach Russland gesperrt wurden.

Auf Seiten der Wirtschaft war Unmut geäußert worden, dass die Exportgeschäfte aufgrund unklarer behördlicher Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern beeinträchtigt worden seien.

BMELV-Staatssekretär Dr. Robert Kloos hatte dagegen die Wirtschaft aufgefordert, ihre Anstrengungen zur Erfüllung der russischen Anforderungen zu verstärken. (jst) 
 
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