Die Ernährungswirtschaft im Nordosten steht 2016 vor Herausforderungen. Nach Auffassung von Agrarminister Till Backhaus ist die Bedeutung des Exportgeschäfts für die Unternehmen groß. „Der Export ist richtig und notwendig, um dauerhaft am Markt bestehen zu können", so Backhaus auf dem Branchentag der Ernährungswirtschaft gestern in Ahrenshoop/Darß. Gleichzeitig unterstrich der Minister die Notwendigkeit, Flüchtlinge in diesen für das Land elementaren Wirtschaftszweig zu integrieren, damit sie nicht „in eine Parallelgesellschaft abtauchen".

Die Ernährungswirtschaft ist mit einem Umsatzanteil von knapp 34 Prozent am verarbeitenden Gewerbe einer der wichtigsten Wirtschaftsmotoren im Land. Insgesamt arbeiten den Angaben zufolge derzeit rund 16.000 Beschäftigte in 163 Unternehmen mit einer Größe von mehr als 20 Mitarbeitern. Seit 1990 seien mit öffentlichen Mitteln von 1,8 Mrd. € Gesamtinvestitionen von 4,2 Mrd. € ausgelöst worden. Mit rund 250 begleiteten Fördervorhaben seien insgesamt 15.500 Arbeitsplätze gesichert oder neu geschaffen worden.

Anders als in der Landwirtschaft gebe es derzeit keine Anzeichen für eine krisenhafte Entwicklung. So seien die Umsätze 2015 im Verarbeitenden Gewerbe gegenüber 2014 um 5,8 Prozent gestiegen. Sz
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