Exporte aus der Ukraine stocken


Begrenzungen der ukrainischen Getreideexporte schließt das Agrarministerium in Kiew vorerst aus. Im Februar sind die Exporte ohnehin zum Erliegen gekommen. Nach offiziellen Angaben sind von Juli 2011 bis Anfang Februar 2012 rund 11,6 Mio. t Getreide exportiert worden. Das meiste war Mais mit 6,2 Mio. t. Rund 3,3 Mio. t entfielen auf Weizen und 2,0 Mio. t auf Gerste. Im Februar soll es dagegen aus der Ukraine kaum Exporte gegeben haben. Am Mittwoch ließ das Agrarministerium verlauten, dass zurzeit keinerlei Exportbegrenzungen diskutiert würden. Das bisher von der Regierung ausgegebene Exportziel für 2011/12 beträgt 27 Mio. t Getreide. Selbst wenn Marktbeobachter einen solchen Umfang wiederholt als unrealistisch beurteilt hatten, ist die bisher exportierte Menge weit davon entfernt.

In den vergangenen Tagen gab es jedoch Berichte, dass die Weizenexporte der Ukraine mit bürokratischen Mitteln behindert sein sollen. Denn zunehmend deutet sich an, dass die Weizenernte 2012 schwach sein wird. Offenbar will die Regierung Bestände vorhalten. Die Wintergetreideaussaat war bereits im Herbst durch Trockenheit beeinträchtigt und der Frost hat offenbar zu Auswinterungen geführt. Sollte es zu größeren Umbrüchen kommen, steht aber im Frühjahr mehr Fläche für Mais zur Verfügung. Mittlerweile hat diese Getreideart den größten Anteil an den Exporten. (db)
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