Exporterstattungen für Lebendvieh abgeschafft

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Trotz einiger Kritik aus den EU-Mitgliedstaaten hat die EU-Kommission die Ausfuhrhilfen für Lebendvieh zu Schlachtzwecken abgeschafft. Für Zuchtviehexporte werden weiterhin Exporterstattungen gewährt. Die Entscheidung fiel am Freitagvormittag im Verwaltungsausschuss für Rindfleisch in Brüssel. 11 Mitgliedstaaten stimmten dagegen, 9 dafür und 4 enthielten sich der Stimme. Im Verwaltungsausschussverfahren kann die Kommission ihre Vorstellungen bei einer nur leichten Opposition der Mitgliedstaaten durchsetzen. Die Kommission, die ursprünglich die Erstattungen für Schlacht- und Zuchtvieh abschaffen wollte, musste Zugeständnisse machen. Bei den Ausfuhren von Zuchtvieh würden die Auflagen für den Tierschutz besser eingehalten als bei den Schlachtviehexporten, hieß es zur Begründung. Lebende Rinder wurden bisher überwiegend aus Irland in den Libanon ausgeführt. Brasilien ist dabei, dort Marktanteile zu übernehmen.(Mö)
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