Landtechnik

Exportgeschäft gewinnt an Dynamik


„Die aktuelle Entwicklung der Auftragseingänge macht deutlich, dass das Exportgeschäft wieder an Dynamik gewinnt und die schwächelnde Inlandsnachfrage zumindest teilweise abfedert", so Dr. Bernd Scherer. Der Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes Landtechnik verweist insbesondere auf Frankreich, der nach wie vor bedeutendste Ausfuhrmarkt für Landmaschinen und Traktoren aus deutscher Produktion. „Der französische Markt befindet sich seit dem Spätherbst 2015 im Aufwind und dürfte binnen Jahresfrist wieder in die Wachstumszone gelangen", betont Scherer.

Auch die Ukraine, einst Hoffnungsträger des Osteuropageschäfts, gebe Anlass zu „gedämpftem Optimismus". „Mit einem Plus von 15 Prozent im Sektor der Landtechnikinvestitionen kommt das Agrarland - ungeachtet anhaltender politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen - zumindest schrittweise aus der Talsohle heraus", ist sich Scherer sicher. Die Perspektiven des russischen Marktes würden aufgrund des Rubelverfalls und schwieriger Finanzierungsverhältnisse „weiterhin zurückhaltend bewertet".

Für 2016 rechnet der Frankfurter Branchenverband mit einem Produktionsumsatz der deutschen Landtechnikstandorte von rund 7 Mrd. €, was einen Rückgang von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeuten würde. „Die Lage bleibt verhalten, aber nicht angespannt", resümiert Scherer. Schließlich seien „die großen Linien des internationalen Landtechnikgeschäfts" unverändert gültig: „Nahrungsmittel- und Energiesicherheit sind ohne uns nicht zu haben." (Sz)
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