Exportsubvention für Milch denkbar


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Der Ruf nach Anwendung der 2007 ausgesetzten Exportsubventionen für Molkereiprodukte wird lauter. Prof. Hannes Weindlmaier von der TU München/Weihenstephan hält es für durchaus möglich, dass die EU-Kommission auf dieses Instrument bei zunehmendem Druck aus der Branche wieder zurückgreift. Auf dem Zentrallandwirtschaftsfest (ZLF) in München sprach sich der Wissenschaftler zugleich gegen eine einseitige nationale Mengenreduzierung bei der Milchproduktion aus. Auch der Deutsche Raiffeisenverband sowie der Verband der Milcherzeuger in Bayern fordern angesichts der wachsenden Butterbestände Ausfuhrerstattungen. Dagegen lehnt der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), dieses Instrument, das in der Vergangenheit zeitweise mehr als 2 Mrd.€ kostete, ab. Der Schlüssel für stabile Markt- und Preisverhältnisse liege in der Menge, heißt es beim BDM. (HH)
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