Exportverbot für ungarischen Mais teilweise aufgehoben

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Ungarn hat sein Exportverbot für Mais, der zu Nahrungsmitteln verarbeitet werden soll, aufgehoben. Dies hat die EU-Kommission zu Beginn der Woche in Budapest ausgehandelt. Für Futtermais wurde dagegen noch keine Lösung erzielt, weshalb dafür das Ausfuhrverbot bestehen bleibt. Die Ungarn haben sich verpflichtet, alle bestehenden Kontrakte mit Käufern in der EU zu erfüllen. Der Verwendungszweck muss dem ungarischen Zoll angegeben werden. Europäische Hersteller von Frühstückszerialien greifen gerne auf Mais aus Ungarn zurück, weil dieser - im Gegensatz zum amerikanischen - keine GVO enthält. Ungarn hatte nach einer schlechten Ernte im Sommer am 11. November ein Exportverbot für Mais verhängt, um einer Knappheit auf dem eigenen Markt zu begegnen. Über Futtermais soll weiter verhandelt werden. Nach der raschen Freigabe des Nahrungsmaises kann nun ein Wein- und Spirituosenabkommen zwischen Ungarn und der EU am 1. Januar 2001 in Kraft treten. (Mö)
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