Über 40 Prozent der Flächen mit Winterweizen und -gerste in Hessen sind umgebrochen worden. Noch unklar ist die Lage bei Winterraps. Hessische Landwirte mussten nach den strengen Frösten Anfang des Jahres Winterweizen auf einer Fläche von 73.000 ha umpflügen, meldet das Landesamt für Statistik in Wiesbaden und beruft sich auf Angaben der Ernte- und Betriebsberichterstatter. Das ursprüngliche Aussaatareal von 170.000 ha schrumpft demnach auf 97.000 ha zusammen.

Ähnlich ernst sei die Lage bei Wintergerste: Nachdem Bestände auf 32.000 ha den Frösten zum Opfer fielen, stehe Gerste nur noch auf 43.000 ha. Unklar sei derzeit noch, wie viel Winterraps durch starken Pilzbefall zerstört ist. Zur Aussaat 2011 seien fast 65 000 ha gedrillt worden; das würde ohne Berücksichtigung möglicher Umbrüche exakt der Erntefläche von 2011 entsprechen.

Nach Angaben der Statistiker wurden die umgebrochenen Flächen zum größten Teil mit Sommerweizen und Sommergerste bestellt. Zudem hätten Landwirte mehr Silo- und Körnermais ausgesät. Silomais werde voraussichtlich auf rund 47 000 ha stehen, Körnermais auf mindestens 8 000 ha. Im Jahr 2011 wurden von gut 44 000 ha Silo- und Körnermais geerntet. Verdoppelt habe sich die Haferfläche auf 17 000 ha. (pio)
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