FAO-Index fällt das dritte Mal in Folge


Niedrigere Getreidekurse sorgen für Entspannung der Nahrungsmittelpreise. Die FAO lobt besonnene Reaktionen auf die Preisrally im Sommer.

Im Dezember 2012 lag der FAO-Nahrungsmittelpreisindex bei 209 Punkten und damit 1,1 Prozent niedriger als im Vormonat. Die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen führt den Rückgang auf international fallende Preise für Getreide, Ölsaaten und Fette zurück.

Im gesamten Jahr 2012 hat der Nahrungsmittelpreisindex, der sich aus den internationalen Preisen für Agrarrohstoffe wie Fleisch, Milch, Mais, Weizen, Zucker und Ölsaaten zusammensetzt, um 7 Prozent gegenüber Vorjahr nachgegeben auf durchschnittlich 212 Punkte. Der Teilindex für Zucker hat sich mit Minus 17 Prozent am schwächsten entwickelt.

Auch der FAO-Getreideindex hat sich auf das Gesamtjahr betrachtet schwächer entwickelt: Er betrug im Schnitt 241 Punkte, ein Rückgang um 2,4 Prozent gegenüber 2011.

Zwischen Juli und September ist der FAO-Preisindex in die Höhe geschossen aufgrund der Dürre in den USA und der Schwarzmeerregion und damit einhergehenden Befürchtungen über Versorgungsrisiken am globalen Getreide- und Ölsaatenmarkt.

Die FAO lobt die besonnenen Reaktionen auf diese Preisrally, die eine Nahrungsmittelkrise wie 2007/08 verhindert hätten. Die internationale Zusammenarbeit, auch durch das Agrarmarktinformationssystem AMIS, habe sich als erfolgreich erwiesen. (pio)
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