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Über Strategien gegen den Hunger diskutieren seit vergangenem Freitag Landwirtschaftsminister und Delegierte aus 180 Ländern auf der Konferenz der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) in Rom. Derzeit müssen etwa 800 Millionen Menschen hungern. Die Lösung liege nicht allein in einer Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion, sagte der frühere chilenische Präsident Patricio Aylwin zur Eröffnung. Ursachen für das tragische Versagen der FAO im Kampf gegen den Hunger seien die mangelnde Bereitschaft der reichen Länder, den armen Staaten zu helfen, die Unfähigkeit der Entwicklungsländer, für ihre Ärmsten zu sorgen sowie falsche wirtschaftspolitische Konzepte.

Umstritten ist vor allem das internationale Abkommen zur Nutzung und zum Schutz pflanzengenetischer Ressourcen, das während der zwölftägigen Konferenz verabschiedet werden soll. Es soll gewährleisten, dass Bauern auf der ganzen Welt zu günstigen Bedingungen Saatgut kaufen können. Vor allem die USA und Kanada haben Bedenken, weil das Recht auf geistiges Eigentum sowie andere internationale Handels- oder Umweltabkommen berührt sind. (AIZ)
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