Die FAO fordert Washington auf, die Produktion von Biotreibstoffen zu drosseln. So lassse sich einer drohenden Nahrungsmittelkrise vorbeugen. 

Die USA seien das wichtigste Maisexportland der Welt, betont José Graziano da Silva, Generaldirektor der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO.  In einem Beitrag in der heutigen Financial Times spricht sich da Silva dagegen aus, dass 40 Prozent der US-Maisernte zu Bioethanol verarbeitet werden. Eine vorübergehende Reduzierung der Quote könne dem Markt eine Atempause verschaffen und würde es ermöglichen, mehr Getreide als Nahrung und Tierfutter zu nutzen.

Zwar gibt es laut da Silva noch keine Krise, doch die schwere Dürre in den USA mache die globalen Märkte „höchst anfällig" für weitere Erschütterungen.  Bei der Versorgung mit Lebensmitteln sei die Lage bereits „heikel" und könne sich schnell zu einer Krise ausweiten.

Nach Angaben der FAO sind die globalen Nahrungsmittelpreise im Juli um 6 Prozent gestiegen. Mais hat sich gegenüber dem Vormonat um 23 Prozent verteuert. Die Preise für Weizen legten innerhalb eines Monats um 19 Prozent zu. (sch)
stats