FAO hält Versorgung für ausreichend


Die globale Weizenversorgung ist aus heutiger Sicht recht komfortabel. Zunehmend richtet sich die Aufmerksamkeit aber auf die Herbstbestellung in Russland. Sollte die Trockenheit dort die Aussaat in größerem Umfang beeinträchtigen, würde die langfristige Weizenversorgung wackeliger. Für die aktuelle Saison 2010/11 hat die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO am heutigen Mittwoch ihre Prognose zur globalen Weizenernte gesenkt. Mit 651 Mio. t liegt die FAO gleichauf mit dem Internationalen Getreiderat IGC, der Ende Juli seine monatliche Prognose aktualisiert hat. 

Die FAO erhebt ihre Ernteschätzungen nur vier Mal im Jahr. Im Juni hatte sie für 2010/11 noch eine um 25 Mio. t höhere Weizenerzeugung erwartet. Trotz dieses Rückgangs beurteilt die FAO den globalen Markt als „wesentlich ausgeglichener" als in der Saison 2007/08. Damals hatten extrem hohe Preise eine Nahrungsmittelkrise verursacht. Befürchtungen, dass sich eine solche Situation wiederholen könnte, schließt die FAO aus heutiger Sicht aus.

Gleichwohl verweist die Organisation auf die zunehmende Abhängigkeit der Weltmärkte vom Angebot in der Schwarzmeerregion. Problematisch wird es nach Einschätzung der FAO, wenn die Trockenheit in Russland weiter anhält. Sollte es dort zu größeren Schwierigkeiten mit der Herbstbestellung kommen, erwartet die Organisation „ernsthafte Auswirkungen" auf die globale Weizenversorgung. (db)
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