Mit einem neuen Verbindungsbüro will die die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO Genossenschaften weltweit vernetzen. Sie sieht Chancen für Kleinbauern. Die FAO möchte die landwirtschaftlichen Kooperativen und Erzeugerorganisationen mehr in ihre Arbeit einbinden, um den globalen Hunger einzudämmen.

FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva wies zur Eröffnungsfeier des neuen Büros am Montag in Rom darauf hin, dass für Kleinbauern Chancen bestünden, wenn sie sich in Genossenschaften organisieren. Sie hätten eine bessere Ausgangsposition, um im Ein- und Verkauf günstigere Preise zu verhandeln. Für ebenso wichtig hält da Silva den Zugang zu Informationen.

Die FAO wiederum setzt sich den Auftrag, Regierungen dabei zu unterstützen, eine für Genossenschaften förderliche Politik zu verfolgen. Der Rechtsrahmen müsse Gründungen solcher Kooperativen begünstigen. Außerdem sei eine Mitwirkung an agrarpolitischen Entscheidungsprozessen zu installieren.

Die FAO betreibt nach eigenen Angaben bereits mehr als 180 Programme in etwa 100 Ländern, in denen Kooperativen und Erzeugerorganisationen im Mittelpunkt stehen. Um die Aktivitäten besser zu vernetzen, hat das neue Büro auch eine eigene Internetpräsenz geschaffen. (az)
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