Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) und die UN-Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) fordern in ihrem Ausblick für die Jahre 2012 bis 2021 einen Anstieg der weltweiten Nahrungsmittelproduktion.

Die Landwirtschaft müsse, laut Prognose der beiden UN-Organisationen, in den kommenden 40 Jahren um 60 Prozent wachsen, um die Nachfrage nach Nahrungsmitteln decken zu können. Das bedeutet 1 Mrd. t Getreide und 200 Mio. t. Fleisch zusätzlich. Dies müsse vor allem durch Produktivitätssteigerungen in den Entwicklungsländern vonstatten gehen, urteilen die Experten.

Die weltweite Landwirtschaft ist zunehmend mit dem Energiemarkt verknüpft. Bei steigendem Ölpreis folgen die Preise von Nahrungsmitteln; außerdem werden zunehmend Flächen für Energiepflanzen verwendet. Die Organisationen gehen davon aus, dass sich die weltweite Produktion von Bio-Ethanol oder Bio-Diesel bis zum Jahr 2021 verdoppeln wird. Schwerpunkte werden vor allem Brasilien, die USA und die EU sein.

Andererseits stellen die Experten fest, dass bereits 25 Prozent der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche stark zerstört sind. Dazu kommen Wassermangel und starke Wetterschwankungen. Mit diesen Herausforderungen müssen sich Landwirte auseinander setzen und sind gleichzeitig aufgefordert, nachhaltiger und ökologischer zu arbeiten. (hed)
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