In der Debatte um die energetische Biomassenutzung beziehen die Liberalen Stellung. Reststoffe sollen Vorrang haben.

Die energetische Nutzung von Biomasse in Deutschland trage zu einer Verteuerung der Lebensmittelpreise in den ärmsten Ländern der Welt bei, erklärte die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan diese Woche in Berlin. Grundsätzlich befürworte die FDP eine energetische Nutzung von Biomasse, der Schwerpunkt müsse jedoch auf die Nutzung von Reststoffen aus der Land- und Ernährungswirtschaft gelegt werden, forderte die Politikerin.

„In Zeiten großer Dürren und steigender Nahrungsmittelpreise muss auch in Europa ein besonderes Augenmerk auf die Konkurrenz zwischen Teller und energetischer Nutzung von Biomasse gelegt werden", sagte Happach-Kasan.

Die von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel angestoßene Debatte ist ihrer Ansicht nach  richtig. Niebel hatte sich in dieser Woche wegen steigender Preise für Agrarrohstoffe für einen Verkaufsstopp des Biosprits E10 ausgesprochen. Happach-Kasan sprach sich dafür aus,  nach anderen Wegen zur Minderung des CO2-Ausstoßes durch den Verkehr zu suchen. (sch)
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