Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert beharrlich eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage für Landwirte. Die FDP gibt erste Anzeichen, die Maßnahme zu prüfen. Seit Jahren bringt der DBV seinen Wunsch für eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage vor. Zur mageren Erntebilanz 2011 verwies der Thüringer Bauernverbandspräsident Klaus Kliem am heutigen Donnerstag erneut auf dieses Mittel. „Wir brauchen dringend eine Möglichkeit, Markt- und Einkommensschwankungen abzupuffern", sagte er.

Bisher haben sich die Regierungsparteien genauso beharrlich dagegen ausgesprochen. Nun schert die FDP aus. „Eine Risikoausgleichrücklage zur Einkommenssicherung in schwierigen Jahren wird von der FDP-Bundestagsfraktion derzeit geprüft", sagte die FDP-Agrarsprecherin Christel Happach-Kasan am Donnerstag. Dem DBV schwebt vor, bezogen auf die Umsätze eine steuerfreie Schwankungsreserve von 20 bis 30 Prozent bilden zu dürfen. Dies würde laut DBV etwa 20 bis 30 Mio. € Steuerausfälle bedeuten. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat dies jedoch bisher immer mit dem Hinweis zurückgewiesen, andere Branchen erhielten so etwas auch nicht. (sta)
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