Übernahmekarussel

FMC muss Getreideherbizide abgeben

Der Verkauf von Pflanzenschutzaktivitäten an die FMC Corporation ist Teil der Kartellauflagen, den die Behörden für die geplante Fusion der US-Konzerne Dow und DuPont fordern. Den Wert des Pflanzenschutzgeschäftes, der an FMC geht, hat DuPont im März auf 1,6 Mrd. US-$ taxiert. Darin enthalten sind Produkte sowie Kapazitäten für Forschung und Entwicklung. Im Gegenzug übernimmt DuPont die FMC-Sparte Gesundheit und Ernährung mit einem Umsatz 2016 von gut 700 Mio. US-$.

Diesen Deal hat die EU-Kommission genehmigt, jedoch für beide Übernahmen Bedingungen gestellt.

  • Im Sektor Pflanzenschutz muss FMC sein Europageschäft mit Sulfonylharnstoff und Florasulam veräußern. In beiden Fällen handelt es sich um Herbizide, mit denen zweikeimblättrige Unkräuter in Getreidekulturen bekämpft werden. In diesem Segment hatte die Kommission Bedenken, dass der Zusammenschluss in der ursprünglich angemeldeten Form es FMC durch den Wegfall eines engen Wettbewerbers (DuPont) ermöglicht hätte, einseitig die Preise auf einer Reihe europäischer Märkte zu erhöhen.
  • Auch die Übernahme der Gesundheits- und Ernährungssparte von FMC durch DuPont ist an eine Bedingung geknüpft. DuPont muss dazu seine weltweite Alginat-Sparte veräußert. Es handelt sich um Produkte, die als Stabilisierungs-, Verdickungs- oder Geliermittel in Lebensmitteln und Arzneimitteln verwendet werden.

Die Fusion zwischen Dow und DuPont soll nach den Plänen der US-Konzerne Ende August abgeschlossen werden. (db)
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