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Das Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) beginnt nun mit dem 2. Bauabschnittt einer Pilot-Anlage zur Herstellung von synthetischen Biokraftstoffen. In Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht eine Anlage, die die Machbarkeit des so genannten Bioliq-Verfahrens demonstrieren soll. Ziel dieses dreistufigen Verfahrens ist es, synthetische Kraftstoffe (BtL) aus nachwachsenden Rohstoffen zu gewinnen, die nicht für die Nahrungsmittelproduktion verwendet werden. Nachdem in der ersten Stufe seit 2007 Stroh thermisch aufbereitet wurde, wird dieser so genannte "Bioslurry" nun in der jetzt begonnenen zweiten Phase in Synthesegas umgewandelt. Der "Vergaser" soll im Herbst 2011 in Betrieb gehen. Das Synthesegas soll dann in einer späteren dritten Stufe zu Kraftstoff umgesetzt werden. Für Planung, Bau, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der Anlage zeichnet sich der Frankfurter Anlagenbauer Lurgi, eine Tochter der des französischen Unternehmens Air Liquide, verantwortlich. Das Projekt wird mit Fördermitteln des Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) realisiert. (ED)
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