Fachverband Biogas will Gülleeinsatz stärken

Verlässliche Rahmenbedingungen fordert der Fachverband Biogas für die gesamte Branche. Die aktuelle Leistung der deutschen Biogasanlagen ließe sich bis 2020 verdreifachen, ohne die Versorgung mit Lebensmitteln zu gefährden, meint Verbandspräsident Josef Pellmeyer. Er warnt davor, vorzeitig das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) zu ändern. Eine solche Forderung hatte die Landesregierung in Hannover zum Jahresende erhoben. Pellmeyer räumte zwar anlässlich der Jahrestagung des Verbandes, die in dieser Woche in Nürnberg stattfindet, einen „überhitzten Boom in den Veredelungsregionen" ein. Dieser sei jedoch auf die falsche Ausgestaltung des Güllebonus zurückzuführen.

Pellmeyer schlug als Alternative vor, die Mindestschwelle für den Güllebonus und die Koppelung an den Nawaro-Bonus auch für Abfallanlagen aufzuheben. Nach Einschätzung des Fachverbandes Biogas kann der Gülleeinsatz in Biogasanlagen deutlich gesteigert werden. Potenzial erwartet er auch für den Energiepflanzeneinsatz. Mais werde in den kommenden Jahren durch zahlreiche Alternativen ergänzt oder ersetzt werden, zeigt sich Pellmeyer überzeugt. (db)
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