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Gegen sinkende Milchpreise und die daraus erwachsenden Folgen für die Landwirtschaft demonstrierten rheinische Milchbauern vor der Zentrale des Handelskonzerns Metro in Düsseldorf am vergangenen Montag. Unter dem Motto "Lebensmitel sind mehr wert - Faire Milchpreise statt Preisdrückerei" forderten sie vom Lebensmittelhandel endlich als gleichberechtigter Partner wahrgenommen zu werden. Mit den aktuellen Milchpreisen könne nicht kostendeckend gewirtschaftet werden, betonte Friedhelm Decker, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts Verbandes (RLV), die angespannte Situation. Das der Einzelhandel in den aktuellen Preisverhandlungen weiter versuche den Preis nach unten zu drücken, werde der RLV nicht kampflos hinnehmen. Die Preisentwicklung bedrohe nicht nur "tausende Existenzen von Milcherzeugern und deren Familien", sondern auch "viele Arbeitsplätze im ländlichen Raum" und schließlich auch den "Erhalt der einer gepflegten Kulturlandschaft", so Decker. Der Lebensmitteleinzelhandel müsse den Molkereien endlich Preise bezahlen, mit denen die Kostensteigerungen der letzten Jahre ausgeglichen werden könnten. (ED)
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