Der Umsatz mit fair gehandelter Produkte stieg im ersten Halbjahr 2013 um knapp 20 Prozent auf rund 300 Mio. €. Dies teilt Dieter Overath, Geschäftsführer von Transfair in Köln mit. Der Absatz legte gar um 45 Prozent zu. Soziale und ökologische Aspekte beeinflussen zunehmend die Kaufentscheidungen der Verbraucher, weiß Overath. Aber „Produzenten können ihre Ernte oft nur zum Teil als Fairtrade-Ware verkaufen, weil die Nachfrage noch nicht groß genug ist“.

Produkte wie Kaffee, Kakao oder Bananen sind Einkommensgrundlage für die über 1,3 Millionen Fairtrade-Produzenten weltweit, heißt es. Der faire Handel öffnet ihnen Absatzmärkte, sie erhalten einen stabilen Mindestpreis und zusätzliche Sozialprämien. Über 80 Prozent aller Fairtrade-Produzenten seien Kleinbauern.

Für viele von ihnen sei der Klimawandel bereits Realität. Längere Trockenphasen, intensive Regenfälle und steigende Temperaturen führen zur Ausbreitung bisher unbekannter Schädlinge und Pflanzenkrankheiten, so die Beobachtung. Für Fairtrade werde die Kompensation von Klimaemissionen daher zukünftig eine größere Rolle spielen, so Overath. (hed)
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