Falsche Angaben bei „faire Milch"


Die Verbraucherzentrale (VZ) Baden-Württemberg hat die Werbung für die „faire Milch" der süddeutschen Milchvermarktungsgesellschaft MVS kritisiert. Die Angaben auf der Verpackung, die Milch stamme „aus ihrer Region" und „die heimische Produktion spart unnötige Transportwege", träfen nicht zu, teilt die Verbraucherzentrale offiziell mit. Sie mahnte daher diese Werbung ab. Die Milchvermarktungsgesellschaft sagte die Unterlassung bereits zu. Die Milch der MVS, die in Stuttgart verkauft wird, stamme überwiegend aus dem Allgäu, versichert die Verbraucherzentrale. Zur Abfüllung werde sie ins hessische Schlüchtern transportiert und habe so allein rund 385 Kilometer hinter sich. Auf dem Weg zum Supermarkt könne daraus leicht das Doppelte an Transportkilometern werden.

Zu den Lieferanten der MVS zählen nach eigenen Angaben knapp 160 Milchbauern aus Oberbayern, dem Allgäu, Tirol, Baden-Württemberg, Mittel- und Oberfranken sowie Nordrhein-Westfalen. Die „faire Milch" wird seit Januar 2010 vermarktet. Sie wird laut MVS in 1.200 Rewe- und 300 Tegut-Filialen in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen verkauft.  (HH)
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