Familienbetrieben gehört bei Milch die Zukunft

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Der Bodensatz beim Milchpreis ist mit 22 Cent/Liter erreicht. In den kommenden Jahren wird sich ein Durchschnittspreis für Milch von rund 28 Cent/Liter bilden. Für diese Einschätzung zieht Arndt Reil, Berater bei Alta Value Services, Westerstede, 2006 als Schlüsseljahr heran. "Im Jahr 2006 haben die Milcherzeuger bei einem Milchpreis von 28 Cent/Liter die Quote nicht erfüllt", sagte Reil während des Seminars der Agrarzeitung Ernährungsdienst "Rentabel in rauen Zeiten" heute in Berlin. Reil rechnet fest damit, dass sich diese Situation wiederholen wird. Sollte der Preis deutlich unter 28 Cent/Liter liegen, könnten die Milchbetriebe ohne Quotenkosten kalkulieren. Der Absturz des Milchpreises kam weitaus schneller als vorhergesagt. Analysten hatten diese Entwicklung erst für das Jahr 2015 prognostiziert. Dennoch kann Reil der aktuellen Marktlage etwas Gutes abgewinnen. "Bei diesen Preisen bleibt die Milcherzeugung für industrielle Investoren uninteressant", schildert er seine Erfahrungen. Der Familienbetrieb, unterstützt mit Fremdarbeitskräften bleibt für Reil in Zukunft die dominierende Betriebsform in der Milchwirtschaft. Die hohen Futterpreisschwankungen sollten zur Hälfte über Kontrake abgesichert werden, rät Reil den anwesenden Milcherzeugern beim ED-Seminar. (da)
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