Milchsonderbeihilfe

Fast 24000 Anträge bei der BLE

Vom 30. Dezember 2016 bis zum 16. Januar 2017 konnten Milcherzeuger eine Sonderbeihilfe bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beantragen. Bedingung dafür ist, dass sie in der Zeit von Februar bis April 2017 insgesamt nicht mehr Milch anliefern, als im Bezugszeitraum Februar, März, April 2016. "Es ist gut, dass so viele Milchbauern Verantwortung für den Markt übernehmen und ihre Milchmenge konstant halten wollen", so Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.

Etwa 30 Prozent der deutschen Milchbauern stellten Antrag

Die BLE hat im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums insgesamt 23.824 Anträge erhalten, das entspricht rund 30 Prozent der deutschen Milchbauern. Jeder Antragsteller erhält mindestens 0,36 Cent pro Kilogramm für Milch, die er im Zeitraum 01. Dezember 2015 bis 30. November 2016 angeliefert hat. Da nicht alle Milcherzeuger einen Antrag eingereicht haben, wird der Beihilfesatz voraussichtlich höher ausfallen. Der genaue Betrag steht im Sommer nach abschließender Prüfung aller Nachweise über den Beibehaltungszeitraum fest.

Nachweis 45 Tage nach Ablauf der drei Monate erbringen

Nachweis einsenden
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Referat 511 – Milchsonderbeihilfe
53168 Bonn

Den Nachweis über die nicht gesteigerte Milchmenge müssen Landwirte innerhalb von 45 Tagen nach Ablauf des Beibehaltungszeitraums, also bis zum 14. Juni 2017, bei der BLE abgeben. Das Formular senden sie ausgefüllt und mit den drei Milchgeldabrechnungen für den Beibehaltungszeitraum oder einer Bestätigung des Erstankäufers über die drei entsprechenden Monate schriftlich an die BLE. Auch bei Überlieferung im Beibehaltungszeitraum sind die Antragsteller verpflichtet, der BLE dies mitzuteilen. Bei Rückfragen zur Nachweispflicht können sich die Antragsteller an die zentrale Rufnummer 0228-6845 2333 wenden. (mrs)
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