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Brüssel/Mö, 17. Februar - Die in den Reformvorschlägen der Agenda 2000 vorgeschlagene 30prozentige Senkung der Ölsaatenprämie wird vom Europäischen Verband der Ölmühlen (Fediol) erneut kritisiert. Bei gleicher Prämie für Getreide und Ölsaaten werde ein Ungleichgewicht geschaffen, da es für Getreide weitere Schutzmechanismen wie die Intervention und einen Außenschutz gebe. Fediol befürchtet deshalb eine Vergrößerung der Getreidefläche. Außerdem seien die europäischen Ölmühlen durch hohe Einfuhrzölle für Öle in Drittländern benachteiligt. Während der Einfuhrzoll in der EU bei sechs bis acht Prozent liege, betrage er in den USA 20,8 Prozent, in Argentinien und Brasilien zehn bis 12 Prozent und in Japan 35 Prozent. Die Einfuhrzölle sollten in der kommenden WTO-Runde angeglichen werden. Schließlich fordert Fediol eine nur schrittweise Nivellierung der Getreide- und Ölsaatenprämie in der EU. Dies solle nicht schlagartig im Jahr 2000 geschehen, wie es die Kommission vorschlägt.
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