Fehlernährung in einigen osteuropäischen Ländern

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In einigen mittel- und osteuropäischen Ländern haben Menschen wegen Fehlernährung ein höheres Herzinfarktrisiko. Dazu gehören Estland, Litauen, Russland, Tschechien und Ungarn. Gesund ernährt sich dagegen die polnische Bevölkerung, berichtet Agra Europe London über eine Studie amerikanischer Wissenschaftler, die den Zusammenhang zwischen Ernährung und Häufigkeit von Herzinfarkten untersucht haben. Danach ist die Bevölkerung in den fünf genannten Risikoländern sieben Mal mehr gefährdet als Japaner, drei bis vier Mal mehr als Bewohner von Mittelmeerländern und 1,5 Mal mehr als durchschnittliche Westeuropäer. Einzige Ausnahme ist Polen, wo die Bevölkerung ein sehr viel geringeres Risiko hat, einen Herzinfarkt zu erleiden, als in den Nachbarländen.

In der Ernährung in den fünf Risikoländern fehlen nach den Ergebnissen der Forscher B-12-Vitamine, Faserstoffe und Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Da Herzinfarkte in den Risikoländern vor allem Männer im Alter zwischen 30 und 50 Jahren treffen, vermuten die Forscher neben der Ernährung weitere Risikofaktoren. Sie raten jedoch, in der Ernährung die fehlenden Stoffe zu ergänzen. Möglicherweise sei dies auch eine Chance für die Lebensmittelindustrie, die Nahrungsergänzungsprodukte oder spezielles "Functional Food" anbieten könnte. (db)

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