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Durch die vorgesehene Ausbildungsabgabe drohe der Qualität der agrarischen Berufsausbildung schwerer Schaden, zeigen sich der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Zentralverband Gartenbau (ZVG) überzeugt. In einer Mitteilung vom Mittwoch appellierten sie an die Bundestagsausschüsse für Verbraucherschutz und Bildung, "alles zu unternehmen, um die Ausbildungsabgabe zu verhindern". Beide Verbände befürchten sowohl quantitative als auch qualitative Einbußen in der Ausbildung bei den "grünen Berufen" und warnen vor einer Verlagerung in Richtung außerbetriebliche Ausbildung bei Bildungsträgern. DBV und ZVG führen an, dass die der Abgabe zu Grunde liegende Statistik der Bundesagentur für Arbeit lediglich einen kleinen Teil der ausgeschriebenen Ausbildungsplätze im Agrarbereich erfasse und somit nicht als Grundlage für die Ableitung einer Ausbildungsabgabe dienen könne. Desweiteren sei die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im landwirtschaftlichen Bereich im Ausbildungsjahr 2003/2004 um 7,3 Prozent gestiegen, so dass nicht von einem Ausbildungsplatzmangel gesprochen werden könne. Im Gegenteil gebe es noch unbesetzte Stellen, für die keine geeigneten Bewerberinnen und Bewerber zu finden seien. (ED)
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